RSVG-Aufsichtsrat beschließt Beschaffungsstrategie für 2019/2020 mit dem Ziel der Luftreinhaltung

Setzen nach sehr guten Langzeittests verstärkt auf Hybridfahrzeuge zur Reduzierung des CO-Verbrauchs: AR-Vorsitzender Marcus Kitz (Mitte), Geschäftsführer Michael Reinhardt (re) und Geschäftsführer Volker Otto (li).

In der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrates der RSVG beschloss das Gremium ein 4-Punkte-Programm zur Verbesserung der Luftreinheit durch Linienbusse. Ziel ist es, die rund 190 Busse der RSVG bis 2021 vollständig auf die EURO 6-Norm - somit auf die geringste Schadstoffklasse - umzustellen.

Hierzu sollen in einem ersten Schritt 29 Busse durch Nachrüstung mit entsprechenden Abgasnachbehandlungssystemen von Euro 5 auf Euro 6 verbessert werden.

Des Weiteren sollen 60 Dieselbusse der RSVG innerhalb der nächsten zwei Jahre durch diesel-elektrisch betriebene Hybridbusse erneuert werden. Hier hat die RSVG mit 3 vollhybriden VOLVO-Gelenkbussen seit mehr als einem Jahr positive Erfahrungen im praktischen Einsatz sammeln können.  Deren CO2-Ausstoß liegt zwischen 25 und 30 % unter dem der sauberen Euro 6 - Dieselbusse.

Ebenso soll bis 2021 auf den RSVG-Betriebshöfen Hennef und Sieglar die für einen E-Bus-Betrieb erforderliche Ladeinfrastruktur geschaffen werden, um von beiden Höfen erste Linien mit rein batteriebetriebenen Fahrzeugen zu bedienen. Als Einstieg in die Elektromobilität ist die Beschaffung von zunächst 6 ausschließlich batterie-betriebenen Bussen vorgesehen.

Schlussendlich soll die RSVG mit geeigneten Maßnahmen Einfluss auf die Subauftragnehmer nehmen, so dass auch der über 100 Fahrzeuge umfassende Fuhrpark der angemieteten Unternehmer über einen mittelfristigen Zeitraum an die Qualität der RSVG-eigenen Fahrzeuge angepasst wird.

Vor der Umsetzung wollen sich die Gesellschafter der RSVG, der Rhein-Sieg-Kreis und die Rhein-Sieg-Kreis Holding, mit der im Aufsichtsrat erörtern Beschaffungsstrategie befassen, da die Beschlusslage den Wirtschaftsplänen 2019 und 2020 vorgreift.