Anlagentechnik zur Wasseraufbereitung

Die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) betreibt auf dem Betriebsgelände in Troisdorf, Steinstr. 31, eine Waschstraße zur Pflege und Reinigung der Omnibusse. Das hier anfallende Abwasser wird in einer Abwasserbehandlungsanlage, die aus einem Schlammfang und einem Leichtflüssigkeitsabscheider besteht, gereinigt. Diese Anlage soll stillgelegt und durch eine neue Abwasserbehandlungsanlage inkl. Kreislaufführung ersetzt werden.

Für die Einleitung der aufbereiteten Abwässer wurde gem. s 59 LWG- Landeswassergesetz NRW beim Rhein-Sieg-Kreis die Wasserrechtliche Genehmigung beantragt. Die Einleitung wurde vom Rhein-Sieg-Kreis mit Bescheid vom 21.03.2007 genehmigt. Zum Zeitpunkt der Antragstellung stand noch nicht fest, welche Herstellerfirma mit der Lieferung der Aufbereitungsanlage beauftragt werden soll, so dass für den Genehmigungsantrag exemplarisch Anlagendokumente eingereicht wurden. Mittlerweile ist der Auftrag für die Lieferung der Anlagentechnik an eine andere Firma vergeben worden, so dass eine Anpassung der Wasserrechtlichen Genehmigung erforderlich wird.

Funktionsbeschreibung der Abwasseraufbereitung

Installation der Anlagentechnik

Die gesamte oberirdische Anlagentechnik soll in einem separaten Technikraum installiert werden. Hierfür soll direkt neben der Waschhalle eine Fertiggarage errichtet werden. Die Garage besitzt einen Betonboden. Sämtliche Versorgungs- und Förderleitungen werden durch den Fußboden in den Technikraum geführt. Die Installation der Rohrleitungen und Anlagenkomponenten soll durch einen Fachbetrieb erfolgen.

Die unterirdischen Anlagenkomponenten werden unmittelbar neben dem Technikraum in den Boden eingebaut. Es handelt sich um einen aus Beton hergestellten Schlammfang (Volumen 10m³) und einen weiteren monolithischen Betonbehälter mit einem Volumen von 15 m³, in dem die biologische Reinigungsstufe installiert wird. Die geplante Lage der Behälter kann den beigefügten Unterlagen entnommen werden. Vor der Inbetriebnahme der Anlage werden die unterirdischen Behälter und Leitungen auf Dichtheit geprüft.

Die Abwasserleitungen innerhalb der Waschhalle sollen durch den Einbau partieller Inliner (Glasfaserinnenauskleidung) saniert werden. Zur Sanierungskontrolle werden diese Leitungen ebenfalls auf Dichtheit geprüft.

Anlagenbeschreibung

Es ist vorgesehen, das gereinigte Abwasser zukünftig im Kreislauf zu führen und für die Wäsche der Omnibusse einzusetzen. Für die Reinigung der Abwässer soll eine mikrobiologische Reinigungstechnik zum Einsatz kommen. Gewählt wurde eine Aufbereitungsanalge der Fa. Aquadetox. Das gereinigte Wasser wird in das HD-Gerät und in die Bodenwaschanlage eingespeist.

Das in der Waschhalle anfallende Waschwasser wird im freien Gefälle in die Vorklärstufe (Schlammfang) eingeleitet. Von dort fließt das Abwasser in eine biologische Reinigungsstufe (Nutzvolumen = 15 m³). In die biologische Stufe wird ein Trägermaterial eingesetzt, an das sich eine leistungsstarke Biozonäse ansiedelt. Mittels in den Behältern suspendiertem über die flächige Belüftung in Schwebe gehaltenem Trägermaterial wird eine große Besiedelungs-Oberfläche für Mikroorganismen zur Verfügung gestellt.

Über zwei in die biologische Stufe eingebaute Tauchpumpen wird das behandelte Abwasser in einen in dem Technikraum installierten Lamellenseparator eingeleitet. In diesem wird aus dem Trägermaterial der biologischen Stufen abgelöster mineralisierter Überschussschlamm vom gereinigten Abwasser abgetrennt. Die sedimentierten Stoffe werden periodisch in die Vorklärstufe zurückgeleitet wo diese bis zur Entsorgung gesammelt werden.

Das von Schwebstoffen befreite Überlaufwasser wird als Brauchwasser in einer nachfolgenden Prozesswasservorlage (Volumen: 0,8 m³) gesammelt. Um lange Standzeiten des Brauchwassers außerhalb des Waschbetriebs zu vermeiden, wird zyklisch Brauchwasser in die Vorklärstufe eingeleitet. Aus dem Vorlagebehälter wird das gereinigte Brauchwasser für die maschinelle Fahrzeugwäsche und den Betrieb des HD-Gerätes entnommen.

Überschüssiges, gereinigtes Brauchwasser wird in freiem Überlauf aus der Prozesswasservorlage in den Kanal angegeben. In dem Vorlagebehälter befindet sich auch eine Probenahmeeinrichtung.

Die biologische Aufbereitungsanalge der Fa. Aquadetox (Typ BioClassic) besitzt eine bauaufsichtliche Zulassung mit der Nr. Z-83.1-3.